Hohle Gebete

Lies: Josua 1,1-9

Denn ich bin bei dir, so wie ich bei Mose gewesen bin. Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab. (V.5)

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Manchmal finde ich meine Gebete ziemlich hohl. Zu oft höre ich mich selbst irgendwelche Worte und Phrasen sagen, die eher wie gedankenlose Wiederholungen klingen und nicht wie sinnvolle Dinge, die ich Gott eigentlich sagen möchte. Ein Satz, der mich wirklich nervt, wenn er mir in meinen Gebeten rausrutscht, ist „Gott, bleib bei mir.“ In der Bibel hat Gott bereits versprochen, dass er mich nie verlassen wird!

Gott gab Josua dieses Versprechen kurz bevor er die Israeliten in das verheißene Land führte (Josua 1,5). Der Autor des Hebräerbriefs sagte später, dass das ein Versprechen für alle Christen war: „Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab“ (Hebräer 13,5). In beiden Fällen ist es eindeutig, dass Gott bei uns ist, um uns Kraft für ein Leben mit ihm zu geben – nicht damit wir nur für uns leben. Doch in meinen Gebeten geht es oft nur darum, was ich will, ohne dass ich über Gottes Pläne nachdenke.

Vielleicht würde ein besseres Gebet ungefähr so lauten: „Herr, danke für deinen Geist, der in mir lebt und der mich auf den Wegen führen kann, auf denen ich gehen soll. Schenke, dass ich nicht vom Weg abkomme. Hilf mir, dass ich nicht nur das tue, was ich will, sondern das, was du willst.“

Wenn wir für Gott leben, können wir gewiss sein, dass er bei uns ist, ohne dass wir ihn darum bitten müssen. Wenn wir nicht mit ihm leben, dann wollen wir ihn um Vergebung bitten, unsere Richtung ändern und ihm nachfolgen.

Lass deine Gebete nicht hohl sein, sondern denke bewusst an Gottes Wege.

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