Streit kostet

Lies: Jakobus 4,1-10

Ihr wollt alles haben und werdet nichts bekommen. Ihr seid voller Neid und tödlichem Hass. (V.2)

Lesen

In einer Fernsehsendung über den Ersten Weltkrieg wurde gesagt, dass es sieben Tage dauern würde, wenn man sämtliche Kriegsopfer von Großbritannien an Londons Kriegsdenkmal, dem Kenotaph, vorbeimarschieren lassen würde. Bei dieser schockierenden Vorstellung schwirrte mir der Kopf. Kriege sind immer mit gewaltigen Kosten verbunden. Natürlich kosten sie Geld – aber es ist unmöglich für die Menge an Menschenleben, die durch sie verändert oder beendet wurden, einen Wert anzusetzen.

Wenn sich Christen gegenseitig bekriegen, sind de Kosten ebenso hoch. Jakobus schrieb: „Was verursacht die Kriege und Streitigkeiten unter euch? Sind es nicht die vielen Begierden, die in euch kämpfen?“ (Jakobus 4,1 NLB). Wenn wir zu sehr damit beschäftigt sind, an uns selber zu denken und unseren eigenen Willen durchsetzen wollen, streiten wir am Ende mit unseren Freunden, Familien und Gemeinden. Das fordert an sich schon einen hohen Preis, denn es zerstört unsere Beziehungen und Freundschaften. Doch das sind nicht die einzigen Kosten.

Wenn wir mit anderen streiten, vergessen wir schnell, dass die Welt dabei zusieht. Die Nichtchristen in unserem Umfeld machen sich eventuell ein Bild davon wer Gott ist, wenn sie sehen wie wir leben, handeln und reden. Was werden ihnen unsere Streitereien und Diskussionen zeigen?

Wahrscheinlich schrieb Jakob deshalb kurz vorher in seinem Brief: „Nur wer selbst Frieden stiftet, wird die Gerechtigkeit ernten, die dort aufgeht, wo Frieden herrscht“ (3,18). Wenn wir unserem Umfeld Jesus zeigen wollen, sollten wir den Streit beenden und stattdessen Frieden stiften.

Wenn Christen in Frieden leben, wird die Welt Jesus in ihnen deutlicher sehen.

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert