Wieso ich?

Lies: Psalm 131

Vieles, was der HERR, unser Gott, tut, bleibt uns verborgen. (5.Mose 29,28)

Lesen

Erst neulich las ich Psalm 131, einen meiner Lieblingspsalmen. Ich dachte oft, dass er mich daran erinnern sollte, „mich nicht nach Dingen aus[zustrecken], die doch viel zu hoch für mich sind“ (V.1). Das Geheimnisvolle ist einfach ein Teil von Gottes Wesen und ich werde Gott nie ganz verstehen – aber das ist auch OK.

Aber dann sah ich darin noch eine andere Seite: Ich bin nicht in der Lage alles zu verstehen, was Gott in mir tut, und es ist auch unmöglich, es zu versuchen.

In Psalm 131 vergleicht sich David mit einem „zur Ruhe gekommen[en]“, entwöhnten Kind, das nicht mehr hilfsbedürftig schreit (V.2). Es ist eine Herausforderung für uns, in allem, was wir durchmachen, Demut, Geduld und Vertrauen in Gott zu lernen.

Ich frage oft: „Gott, was soll das? Warum muss ich das durchmachen? Warum ich?“ Ich denke, dass Gottes Antwort so lautet: „Wenn ich es dir erklären würde, würdest du es sowieso nicht verstehen. Also vertrau mir einfach!“

Nachdem ich also Psalm 131 noch einmal gelesen habe, bleibt mir nur die Frage: Kann ich, egal, was ich durchmache, „[meine] Hoffnung auf den HERRN [setzen]“ und ihm vertrauen? (V.3). Was ist mit dir? Kannst du geduldig abwarten, ohne dass du dir Sorgen machst, oder Gottes Güte hinterfragst? Kannst du ihm vertrauen, während er seinen Plan in dir ausführt?

In einer verwirrenden Welt ist es tröstlich, den Gott zu kennen, der alles weiß.

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