Denkst du mit?

Lies: Matthäus 22,34-40

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand (V.37)

Lesen

Überall in der Londoner U-Bahn stehen Schilder mit der Warnung „Mind the gap“. Sie erinnern uns daran, auf den Spalt zwischen Zug und Bahnsteig zu achten. Warum brauchen wir so viele Gedächtnisstützen für etwas, das eigentlich ganz offensichtlich sein sollte? Vielleicht liegt es daran, dass wir in unserer täglichen Routine, unseren Verstand bei dem, was wir tun, oft nicht wirklich einschalten. Wenn wir den Autopiloten so eingeschaltet haben, passieren auf einmal blöde Fehler.

Könnte das auch ein Problem in unserer Beziehung zu Gott sein? Als Jesus gefragt wurde, welches das größte Gebot sei, „antwortete [Jesus]: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand‘“ (Matthäus 22,37). Unser Verstand soll genauso beteiligt sein, wenn wir Gott lieben, wie unser Herz.

In einem Buch über christliche Leiterschaft sagte der Autor: „Wenn es so einfach ist, dass uns das Denken abgenommen wird, ist die große Versuchung, gar nicht zu denken.“ Anstatt unseren Verstand einzuschalten, wenn wir Gott loben und ihm dienen, folgen wir gewohnten, vorhersehbaren Routinen. Anstatt kreativ über Möglichkeiten nachzudenken, wie wir unsere Liebe für Gott ausleben können, werden wir bequem und tun und sagen immer das Gleiche. Denken ist harte Arbeit, aber Gott zu lieben ist ein aufregendes Abenteuer, das den bestmöglichsten Einsatz all unserer mentale Muskelkraft verdient.

So kannst du beten:

Vater, ich möchte dich mit meinem ganzen Verstand lieben. Hilf mir, dass ich mir neue Wege überlege, wie ich in meiner Zeit mit dir, in meinem Alltag, in meiner Gemeinde und wenn ich bei Freunden oder Familie bin, meine Liebe zu dir zeigen kann.

Wenn Gott uns unsere Sünde zeigt, tut er das, damit wir ihn um Vergebung bitten.

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert