Gefangen in der Vergangenheit

Lies: 1.Mose 45,1-15

Aber ihr braucht euch nicht zu fürchten. Macht euch keine Vorwürfe (V.5)

Lesen

Wenn wir über die Dinge, die wir falsch gemacht haben, nachgrübeln, kann das unser Leben als Christ ganz schön beeinflussen. Wir kennen alle diese Momente, wenn wir an den Gesichtsausdruck eines Freundes denken, als wir etwas Gemeines gesagt haben. Doch als Christen brauchen wir in diesen Momenten nicht versinken und müssen nicht an unserer Schuld hängen bleiben.

Als Joseph sich seinen Brüdern (die ihn Jahre zuvor in die Sklaverei verkauft hatten) zu erkennen gab, waren sie sprachlos und „standen fassungslos“ vor ihm (1.Mose 45,3). Ihre Schuld und Angst erinnerten sie daran, welchen Schmerz sie ihrem Vater Jakob und ihrem Bruder Joseph zugefügt hatten. Als er das bemerkte sagte Joseph sofort zu ihnen: „Aber ihr braucht euch nicht zu fürchten. Macht euch keine Vorwürfe, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn Gott wollte es so! Er hat mich vorausgeschickt, um euch zu retten“ (V.5).

Wenn wir andere verletzt haben, ertappen wir uns vielleicht dabei, dass wir uns auch wie Josephs Brüder fühlen, aber wenn wir Gott um Vergebung gebeten haben, können wir ganz sicher wissen, dass uns vergeben wurde. Wir brauchen uns nicht mit quälender Schuld und Selbstvorwürfen rumschlagen.

Die Bibel sagt uns, dass wir uns „in [unserem] Denken verändern und [uns] innerlich ganz neu ausrichten“ lassen sollen (Epheser 4,23). Wir sollen unsere Gedanken auf Jesus unseren Retter ausrichten und nicht auf die Fehler, die wir begangen haben. Wir sollen uns auf das konzentrieren, was er getan hat – nämlich sein Opfer am Kreuz für unsere Sünden – und nicht, was wir getan haben. Weil er unsere Sünde vergeben hat, können wir ‚vergessen‘ lernen und vorwärtsgehen.

Wofür ich dankbar bin:

Danke, Herr Jesus, dass du für alle meine Sünde am Kreuz bezahlt hast. Danke, dass du all meine Sünde und Scham weggenommen hast. Hilf mir, dass ich mich, immer wenn ich mich schuldig fühle, auf das konzentriere, was du für mich getan hast.

Schuld ist eine Last, die Gott nie wollte, dass wir sie tragen.

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert