Vertrauen lernen

Lies: Matthäus 6,25-34

Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht (Jakobus 1,17)

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Als ich Teenager war, stritt ich mich manchmal mit meiner Mutter, wenn sie mit mir über Gott sprach. „Vertrau ihm. Er wird für dich sorgen“, sagte sie mir immer. „So einfach ist es nicht, Mama!“, schrie ich dann für gewöhnlich zurück. „Gott hilft denen, die sich selbst helfen!“

Aber diese Aussage „Gott hilft denen, die sich selbst helfen“ findet man nirgends in der Bibel. Stattdessen lehrt sie uns, dass wir uns in allen Bereichen auf ihn verlassen sollen. Jesus sagt uns: „Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern“ (Matthäus 6,26-27).

Alles, was uns Freude macht, was wir haben und tun – auch wenn wir nur unser normales, alltägliches Leben leben – ist ein Geschenk von einem himmlischen Vater, der uns liebt und uns mehr schätzt, als wir überhaupt begreifen können.

Als Mutters Leben zu Ende ging, legte die Alzheimer-Krankheit ihre Kreativität und ihre Erinnerungen langsam lahm, doch ihr Vertrauen in Gott blieb stark. Während dieser letzten Monate hatte ich einen „Platz in vorderster Reihe“ und konnte zusehen, wie Gott ihre Bedürfnissen auf unerwartete Weise stillte – eine Art und Weise, die mir half zu verstehen, dass sie die ganze Zeit Recht gehabt hatte. Statt sich Sorgen zu machen, vertraute sie einfach dem Einen, der versprochen hatte, sich um sie zu kümmern. Und er erwies sich als treu.

So kannst du beten:

Liebender Vater, bitte hilf mir, dir zu vertrauen, dass du heute, morgen und in alle Ewigkeit für mich sorgst!

Sorge dich nicht um morgen – Gott ist bereits dort.

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