Dankbar sein

Lies: 4.Mose 11,4-22

Oder willst du alle Fische im Meer fangen, damit jeder etwas bekommt? (V. 22).

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Die Schmerzen meiner Erkrankung und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit holten mich nun endgültig ein. Ich wurde auf einmal schnell sehr wütend und schnauzte die Menschen, die mir am nächsten standen, immer wieder an. Ich bedankte mich nie bei meiner Familie für ihre Hilfe, sondern sagte ihnen nur, dass sie sich nie wirklich genug anstrengten, um mich zu unterstützen. Als mich jemand darauf hinweisen wollte, wie unfreundlich ich gegenüber meinem Umfeld war, wurde ich nur noch wütender. Sahen sie denn nicht, was ich durchmachte? Letztendlich hat mir Gott geholfen zu erkennen, wie bitter ich geworden war, und ich bat ihn und die, die ich verletzt hatte, um Vergebung.

Möglicherweise hast du keine chronische Krankheit, so wie ich, aber Schmerz, Frustration und Enttäuschung sind Dinge, mit denen jeder von uns zu kämpfen hat. Wenn wir uns wünschen, dass unser Leben irgendwie anders wird, kann es leicht dazu führen, dass wir jammern, schnell gereizt sind und uns nur um uns selbst drehen.

Die Israeliten kannten sich damit gut aus. Es scheint so, als ob sie nie zufrieden waren und sich immer nur über das beklagten, was Gott ihnen gab (2.Mose 17,1-3). Obwohl Gott in der Wüste für sein Volk sorgte, indem er ihnen sogar „Brot vom Himmel“ schickte (2.Mose 16,4), reichte es ihnen nicht (4.Mose 11,4). Statt dass sie Gott für seine treue und liebevolle Fürsorge dankten, wollten die Israeliten etwas Zusätzliches, etwas Besseres, etwas Anderes, oder sogar etwas, das sie früher einmal hatten (V. 4-9). Und sie ließen ihren Frust an Mose aus (V. 10-14).

Wenn wir stattdessen Zeit damit verbringen, über Gottes Güte und Treue nachzudenken, kann es uns helfen, dankbar für das zu sein, was wir bereits haben, anstatt ständig noch mehr zu wollen. Wir können ihm auch heute schon dafür danken, dass er sich jetzt schon auf vielfältige Weise um uns kümmert.

So kannst du beten:

Vater, bitte hilf uns, dass wir aufhören, uns ständig zu beklagen. Hilf uns bitte, dass wir stattdessen erkennen können, wie sehr du uns liebst und dir für die vielen Art und Weise, wie du es tust, zu danken.

Wenn wir Gott loben, freut es ihn und macht uns zufrieden.

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