Es geht nicht um den Fisch

Lies: Jona 3,10-4,4

Gott sah, dass die Menschen von ihren falschen Wegen umkehrten. Da taten sie ihm leid, und er ließ das angedrohte Unheil nicht über sie hereinbrechen (V. 10).

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Der erste Albino-Buckelwal, der jemals dokumentiert wurde, wurde ein paar Mal vor der Küste von South Queensland in Australien gesichtet. Er ist mit über zwölf Metern Länge so selten, dass Australien eigens ein Gesetz verabschiedete, um ihn zu schützen.

Die Bibel erzählt uns von einem „großen Fisch“, der so selten war, dass Gott ihn deshalb schickte, um Jona zu verschlucken (Jona 2,1). Viele von uns kennen die Geschichte. Gott befahl Jona, nach Ninive zu gehen und dort das Gerichtsurteil anzukündigen. Doch Jona wollte mit der Stadt nichts zu tun haben, denn die Bewohner waren dafür bekannt, sehr angriffslustig und gewalttätig zu sein – auch gegenüber Jonas Volk. Also rannte er weg. Die Dinge liefen richtig schlecht, und so kam es, dass er ins Meer geworfen wurde. Daraufhin bat Jona Gott aus dem Innern des Fisches um Vergebung. Gott rettete ihn und Jona ging letztendlich nach Ninive und überbrachte ihnen die Botschaft und die Bewohner Ninives baten Gott ebenfalls um Vergebung (3,5-10).

Tolle Geschichte, oder? Nur dass sie da nicht endet. Während Ninive beschloss, Gott zu glauben, wurde Jona zornig. „Ach, HERR, habe ich das nicht gleich geahnt“, betete er. „Ich wusste es doch: Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Deine Geduld ist groß, deine Liebe kennt kein Ende“ (4,2). Nachdem Jona vor dem sicheren Tod bewahrt worden war, bat er Gott, ihn zu töten (4,3).

In der Geschichte von Jona geht es nicht um den Fisch. Es geht darum, wie klein unsere Liebe füreinander sein kann, und wie groß Gottes Liebe wiederum für uns alle ist. „[Gott] hat Geduld mit euch“, schrieb Petrus, „und will nicht, dass auch nur einer von euch verloren geht. Jeder soll Gelegenheit haben, zu Gott umzukehren“ (2.Petrus 3,9). Gott bietet seine Liebe der gewalttätigen Stadt Ninive, dem wütenden Jona und dir und mir an.

So kannst du beten:

Vater, wir sind so schnell dabei zu bestimmen, was andere Menschen ‚verdienen‘, und übersehen die Tatsache, dass wir deine Liebe genauso brauchen wie alle anderen auch. Hilf uns, in deiner Liebe zu leben und anderen davon zu erzählen.

Unsere Liebe hat Grenzen|| Gottes Liebe aber ist grenzenlos.

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