In den Himmel schauen

Lies: Daniel 4,25-34

Nun lobe und preise ich … den König, der im Himmel regiert. Ihm gebe ich die Ehre! Er ist zuverlässig und gerecht in allem, was er tut (V. 34).

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In einem Interview wurde ein TV-Koch gefragt, wie oft er wegen seines guten Aussehens erkannt wird. Die Antwort des Kochs war sehr überraschend. Er sagte bescheiden, dass es nichts mit ihm zu tun habe. Er sei nur das Ergebnis der DNA seiner Eltern.

Dieser TV-Koch reagierte mit Freundlichkeit und Demut auf ein Kompliment. Doch oft genießen wir es gerade auszufallen! König Nebukadnezar war stolz und mächtig. Eines Tages fand er sich selbst auf irgendwelchen Feldern wieder, wo er wegen seines Stolzes (sieben Jahren lang!) wie Vieh Gras fressen musste (Daniel 4,30). Die ganze Geschichte kannst du in Daniel 4 lesen.

Der König beanspruchte den ganzen Ruhm für die Größe des babylonischen Reiches und für seine Herrschaft für sich selbst – Ruhm, der eigentlich nicht ihm gehörte, sondern dem Gott, der Könige absetzt und anderen ihren Thron überlässt (Daniel 2,21).

Obwohl Nebukadnezar seinen Verstand und wahrscheinlich auch seine Sprache verlor, zeigte seine einfache Handlung, nach oben in den Himmel zu schauen, seine neue Demut. Daraufhin gab Gott ihm seinen Verstand zurück (V. 31). Der König lobte von da an Gott und nicht mehr sich selbst (V. 31-34).

Wenn wir zu überzeugt von uns selbst sind – von unserem Aussehen, unseren Fähigkeiten oder Auszeichnungen – beanspruchen wir Anerkennung, die eigentlich Gott und nicht uns gehört. Wenn wir zu ihm aufschauen, werden wir daran erinnert, dass er derjenige ist, der „mit den Bewohnern der Erde, [macht], was er will“ (4,32 EU). Lasst uns in Demut auf ihn schauen.

So kannst du beten:

Vater, ich weiß, wie schnell ich zu viel von mir selber halte. Ich schau in Demut zu dir auf und danke dir für die Art und Weise, wie du in meinem Leben gewirkt hast.

Aller Ruhm und Lobpreis gehören Gott, nicht uns.

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