Hoch im Baum

Lies: Jona 2,1-11

Ich schrie zum HERRN, als ich nicht mehr aus noch ein wusste, und er antwortete mir in meiner Not (V.3).

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Meine Mutter entdeckte mein Kätzchen Velvet in der Küche, wie es ihr selbst gemachtes Brot verspeiste. Mit einem verärgerten Schnauben warf sie es zur Tür hinaus. Stunden später suchten wir unseren Garten erfolglos nach der vermissten Katze ab. Ein schwaches Miauen fiepte im Wind, und ich schaute hoch zur Spitze unseres Baumes, wo ein schwarzer Klecks auf einem Ast saß.

Um so schnell wie möglich vor meiner Mutter zu flüchten, suchte sich Velvet einen besonders gefährlichen Sitzplatz. Kann es sein, dass wir manchmal etwas Ähnliches tun – dass, weil wir vor unseren Fehlern davonlaufen, wir uns selber nur noch mehr Ärger einbrocken? Doch selbst dann kommt Gott uns zu Hilfe.

Jona lief vor Gott weg, als er ihm auftrug, in Ninive zu predigen – und wurde von einem großen Fisch verschluckt. „Dort betete er zum HERRN, seinem Gott: ‚Ich schrie zum HERRN, als ich nicht mehr aus noch ein wusste, und er antwortete mir in meiner Not‘“ (Jona 2,2-3). Gott hörte Jonas Gebet und „befahl … dem Fisch, Jona am Meeresufer auszuspeien“ (V.11). Dann gab Gott Jona eine zweite Chance (Jona 3,1).

Als wir keine Ideen mehr hatten, wie wir Velvet herunterbekommen konnten, riefen wir die örtliche Feuerwehr an. Nachdem sie ihre längste Leiter ausgefahren hatten, kletterte ein netter Mann hoch, schnappte mein Kätzchen aus dem Ast und legte es sicher in meine Arme.

Es gibt weder Höhen, noch Tiefen, zu denen Gott nicht vordringen könnte, um uns zu retten!

Jesu Tod am Kreuz errettete uns von unserer Sünde.

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