Anonyme Freundlichkeit

Lies: Matthäus 6,1-4

Wenn du einem Bedürftigen hilfst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut (V.3).

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Als ich an der Universität studiert habe, hatte ich wenig Geld. Ich musste darauf achten, was ich jede Woche für Essen ausgab. Einmal, als ich an der Supermarktkasse anstand, war ich mir unsicher, ob mein Einkauf nicht doch mehr kostete als das Geld, das ich diesen Monat noch übrighatte. „Hören Sie einfach auf, wenn zwanzig Euro erreicht sind“, sagte ich zur Kassiererin. Bis auf eine Packung Paprika konnte ich alles kaufen, was ich in meinem Korb lag.

Ich wollte gerade nach Hause gehen, als mich ein Mann am Ausgang des Ladens anhielt. „Hier sind Ihre Paprika“. sagte er und übergab mir die Packung. Bevor ich Zeit hatte, ihm zu danken, war er auch schon weg.

Wenn ich an diese freundliche Geste zurückdenke, muss ich immer noch lächeln. Es erinnert mich an die Worte Jesu in Matthäus 6. Jesus gefiel es nicht, dass einige Leute den Armen nur deshalb halfen, damit jeder sehen konnte, wie toll und freundlich sie waren (V.2). Jesus lehrte seine Freunde einen anderen Weg. Beim Geben soll sich nicht alles um uns und darum, wie „gut“ wir sind, drehen. Stattdessen sagte Jesus, dass das Geben im Stillen sein sollte. So als ob unsere linke Hand nicht einmal wüsste, was unsere rechte Hand gerade verschenkt (V.3).

Die anonyme Freundlichkeit dieser einen Person erinnerte mich daran, dass es beim Geben nie um uns gehen sollte. Wir geben nur, weil unser liebender und freundlicher Gott uns zuerst gegeben hat (2.Korinther 9,6-11). Wenn wir uns um Menschen kümmern, ohne es überall laut zu verkünden, zeigen wir etwas davon, wer Gott ist – und Gott bekommt den Dank, den nur er verdient (V.11).

Wofür ich dankbar bin:

Vater, danke für deine Freundlichkeit und Liebe. Hilf uns, deine Geschenke großzügig und im Stillen mit unseren Mitmenschen zu teilen.

Wem könntest du heute Freundlichkeit zeigen?

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