Den Verstand verloren

Lies: Jeremia 5,20-31

Ich, der HERR, frage euch: Solltet ihr mich nicht fürchten und vor mir zittern? (V.22).

Lesen

Warum sollte ein Gefangener am Tag vor seiner Freilassung aus dem Gefängnis ausbrechen? Genau das fragte sich auch ein Gefängniswärter, als er Fragen von Reportern beantwortete. Er sagte: „Ich weiß beim besten Willen nicht, was ihn dazu gebracht hat, einen Tag vor Ende seiner Haftzeit zu gehen.“ War er erstmal gefasst, würde der entflohene Gefangene dann angeklagt und könnte wieder bis zu zwanzig Jahre im Gefängnis landen!

Die meisten von uns fänden die Flucht des Gefangenen wahrscheinlich ebenso komisch. Und auf jeden Fall kurzsichtig! Aber wir sind in unserem eigenen Leben ganz oft genauso kurzsichtig. Was ist, wenn wir Dinge tun oder sagen, von denen wir wissen, dass sie verletzend oder egoistisch sind? Was ist, wenn wir ignorieren, was unsere Freunde wollen, damit wir tun können, was wir wollen? Wir genießen oft ein paar Momente, um unseren eigenen Willen durchzusetzen, obwohl es dann zur Folge hat, dass wir uns lange Zeit schuldig fühlen.

Jeremia erinnert uns daran, dass wir für Gott leben sollten, nicht für uns selbst (V.22), wohl wissend, dass kurzfristiger Gewinn langfristige Schmerzen mit sich bringen kann (V.28-29). Unser Egoismus blickt nie voraus auf die Ergebnisse (V.31), sondern immer nur auf die momentane Lage. Wir müssen also unsere Augen auf Jesus und nicht auf uns selbst richten.

Vater, vergib uns, dass wir so egoistisch und blind sind. Danke für Jesus, der uns neu macht. Wir wissen, dass wir ohne Jesus keine Hoffnung hätten. Hilf uns, nur für dich zu leben – heute und morgen.

Gute Entscheidungen werden getroffen, wenn wir Jesus und nicht uns selbst folgen.

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert