Wahre Stärke

Lies: Matthäus 20,20-28

Wer groß sein will, der soll den anderen dienen (V.26).

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Niemand möchte gern Fehler machen oder dumm dastehen, also finden wir Wege, damit es so aussieht, als hätten wir alles im Griff. Vielleicht spielen wir unsere Stärken hoch, indem wir zum Beispiel angeben, wie schlau wir sind, wenn wir gute Noten bekommen. Oder vielleicht tun wir nach außen hin so, als seien wir glücklich und gesprächig, obwohl wir uns die meiste Zeit unwohl fühlen. Aber auch wenn diese Dinge uns stark aussehen lassen, wissen wir, dass wir es nicht wirklich sind.

Wenn wir wirklich stark sind, werden wir selbstbewusst genug sein, um zuzugeben, dass wir Grenzen haben und Gott brauchen. Dadurch sieht wahre Stärke oft wie Schwäche aus. Als Paulus darum bat, dass ihm ein Problem genommen werden würde, antwortete Gott: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir“ (2.Korinther 12,9). Paulus sagte dann diese seltsamen Worte: „Gerade wenn ich schwach bin, bin ich stark“ (V.10).

Gegen Ende von Jesu Zeit auf der Erde stritten einige seiner Jünger darüber, wer der Größte sei. Jesus nutzte ihre Diskussion als Gelegenheit, um ihnen zu vermitteln, dass die Dinge in seinem Reich anders laufen: Größe kommt davon, wenn wir akzeptieren, dass wir nicht die Größten sind und andere an die erste Stelle setzen (Matthäus 20,26).

Das ist hart, aber wahr. Ich gebe lieber vor, stark zu sein, als zuzugeben, dass ich Hilfe brauche. Aber Gott möchte, dass wir erkennen, dass sich wahre Stärke dann zeigt, wenn wir aufhören, die Dinge zu kontrollieren und anfangen, uns stattdessen auf Gott zu verlassen.

Gottes größte Macht zeigt sich in unserer Schwäche.

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