Wer bin ich schon?

Lies: 2.Mose 3,10-17

Ich bin, der ich bin! (V.14).

Lesen

Wurdest du schon mal gebeten, in deiner Gemeinde mitzuarbeiten? Vielleicht wollte dein Jugendleiter, dass du an einem Abend die Leitung der Jugendgruppe übernimmst. Oder vielleicht hattest du die Gelegenheit, im Rahmen einer Reise mit der Gemeinde ins Ausland zu gehen und bei einem Hilfseinsatz mitzuhelfen. Obwohl solche Dinge spannend sind, können sie uns auch Zweifel einflößen: Was ist, wenn diese Leute mein wahres Ich kennenlernen? Würden sie wollen, dass ich dabei bin, wenn sie wüssten, was ich getan habe und was ich denke?

Falls du dich angesprochen fühlst, bist du in ziemlich guter Gesellschaft. Was hältst du von Mose in der Bibel? Ein großartiger Anführer, voller Kraft und Weisheit? Wir vergessen oft, dass Mose, nachdem er einen Mann ermordet hatte, zunächst in die Wüste abgehauen ist. Vierzig Jahre lang hatte er die meisten anderen Menschen gemieden! Wir vergessen auch, dass er Probleme damit hatte, sich zu beherrschen und dass seine erste Reaktion auf Gott ein „Nein“ war.

Als Gott auftauchte und Mose den Auftrag gab, sein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit zu führen (2. Mose 3,1-10), spielte Mose die „Ich bin nicht gut genug“-Karte aus. Er fing sogar an mit Gott zu diskutieren und fragte ihn: „Wer bin ich schon?“ (V.11). Dann sagte Gott Mose, wer er war: „Ich bin, der ich bin!“ (V.14). Es ist unmöglich für uns, diesen Namen zu erklären, weil unser wunderbarer Gott größer ist als unsere Worte. Und das ist in etwa das, was er Mose mit dem Namen „Ich bin, der ich bin!“ gesagt hat.

Ein Gespür dafür zu haben, wie klein wir eigentlich sind, ist gut. Nehmen wir das allerdings als Ausrede und hindern damit Gott daran, uns zu gebrauchen, beleidigen wir seine Größe. Was wir nämlich eigentlich damit sagen, ist, dass Gott nicht gut genug ist.

Die Frage ist nicht: Wer bin ich? Die Frage ist: Wer ist Gott?

So kannst du beten:

Vater, ich zweifle oft daran, dass du jemanden wie mich überhaupt gebrauchen kannst. Aber du hast deinen Sohn gesandt, um für mich zu sterben, also bitte vergib mir meine Zweifel. Hilf mir, dir zu vertrauen, wo immer du mich hinführst.

Wenn wir glauben, dass Gott uns niemals gebrauchen kann, sagen wir ihm eigentlich, was er nicht kann.

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert