Vor dem Erschießungskommando singen

Lies: Markus 14,16-26

Ich vertraute auf Gott, darum sagte ich ihm: »Ich weiß nicht mehr aus noch ein! (Psalm 116,10).

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Andrew Chan und Myuran Sukumaran wurden beim Schmuggeln von Drogen erwischt. Sie verbrachten die nächsten 10 Jahre in der Todeszelle in Indonesien. Während ihrer Zeit im Gefängnis hörten sie von Gottes Liebe zu ihnen, die sichtbar durch Jesus wurde – und ihr Leben hat sich völlig verändert. Als dann der Augenblick kam und sie vor dem Erschießungskommando standen, beteten sie und sangen das Lied „Amazing Grace“. Weil sie an Gott glaubten, konnten sie dem Tod mit einer unglaublichen Tapferkeit gegenübertreten.

Sie folgten dem Beispiel Jesu. Als Jesus wusste, dass seine Zeit zum Sterben gekommen war, verbrachte er einen Teil des Abends damit, mit Freunden zu singen. Es ist erstaunlich, dass er überhaupt singen konnte, wenn man bedenkt, was ihm bevorstand. Noch viel unglaublicher ist aber, was er gesungen hat. An diesem Abend feierten Jesus und seine Freunde das jährliche Passahmahl, das immer mit einer Reihe von Psalmen endet, dem sogenannten „Hallel“ aus Psalm 113-118. Im Angesicht des Todes, sang Jesus in jener Nacht von den „Fesseln des Todes“, die ihn gefangen hielten (116,3). Dennoch lobte er Gottes treue Liebe (117,2) und dankte ihm für seine Erlösung (118,14). Bestimmt trösteten diese Lieder Jesus in der Nacht vor seiner Kreuzigung.

Jesu Vertrauen in Gott war so groß, dass er sich immer weiter dazu entschied, von Gottes Liebe zu singen und ihn zu preisen. Selbst als sein eigener unverdienter Tod näher rückte. Durch Jesus dürfen auch wir immer darauf vertrauen, dass Gott immer bei uns ist, ganz egal was uns bevorsteht.

Denk darüber nach:

Wovor hast du heute Angst oder was macht dir Sorgen? Wie ermutigt dich Jesu Beispiel, damit du dich daran erinnerst, dass Gott hier bei dir ist?

Wie würdest du deine letzte Nacht auf der Erde verbringen?

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