Urteilt nicht

Lies: 1. Korinther 4,1-5

Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt (Matthäus 7,1).

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Als Jesus uns aufforderte: „Urteilt nicht“, meinte er damit nicht, dass wir bereitwillig alles Mögliche glauben sollen. Wir müssen trotzdem gute Entscheidungen treffen, wie wir in dieser Welt leben wollen, wem wir vertrauen und wozu wir Ja oder Nein sagen. Und ehrlich gesagt, fühlen wir uns bei manchen Menschen einfach wohler und bei anderen eben nicht. Nichts davon hat etwas mit urteilen zu tun. Jesus meinte, dass wir andere nicht anklagen und sie einfach nur aufgrund dessen, was wir sehen, als „gut“ oder „schlecht“ abstempeln sollen. Paulus erklärte das, als er sagte: „Deshalb urteilt niemals voreilig! Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, was jetzt noch verborgen ist, auch unsere geheimsten Wünsche und Gedanken“ (1. Korinther 4,5). Die Tatsache ist, dass wir keine Ahnung haben, warum die Menschen tun, was sie tun. Man kann weder bei guten noch bei schlechten Dingen wirklich sagen, was die Person dahinter denkt und was hinter den Kulissen wirklich vor sich geht.

Nur Gott kann ans Licht bringen „was jetzt noch verborgen ist“ – wie etwa unsere Motive. Deshalb sollten wir Menschen nicht verurteilen, auch wenn sie gemein zu uns sind. Wir wissen nicht, mit welchen Dingen sie zu kämpfen haben. Wenn wir es wüssten, würden wir ihnen wahrscheinlich eher mit Liebe begegnen wollen, um ihnen zu helfen, anstatt sie wegzustoßen. Jesus weiß als Einziger alles, was im Leben der Menschen um uns herum vor sich geht. Vertrauen wir ihm, dass er uns hilft, freundlich zu sein, anstatt zu verurteilen.

Gott weiß alles; deshalb hat auch nur er das Recht zu urteilen.

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