Die kleinen Dinge

Lies: Psalm 116,1-9

Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. (Jakobus 1,17)

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Meine Freundin rief mich letztens an. Sie war so aufgeregt! Außer für ein paar Arztbesuche, hatte sie ihr Haus nicht verlassen können, weil sie sehr krank war. Deshalb konnte ich es verstehen, dass sie mir voller Freude erzählte: „Meine Freundin hat mir gerade neue Lautsprecher am Computer angebracht – jetzt kann ich endlich wieder in die Gemeinde.“ Ab sofort war es ihr möglich den Livestream des Gottesdienstes zu sehen und zu hören. Sie wollte mir immer wieder von Gottes Güte und vom ‚besten Geschenk‘, das ihr jemals jemand gemacht hatte, berichten.

Meine Freundin erinnerte mich daran, was es bedeutete, ein dankbares Herz zu haben. Auch wenn sie sehr eingeschränkt ist, ist sie für die kleinsten Dinge dankbar – Familienmitglieder und Freunde, die helfen, stille Momente mit Gott, von zu Hause aus am Gottesdienst teilnehmen zu können. Sie hat zahlreiche Erlebnisse, wie Gott für sie gesorgt hat und sie spricht mit jedem, der sie besucht oder anruft über ihn. Wir wissen nicht, welche Schwierigkeiten der Schreiber des Psalms 116 hatte. Manche Bibellehrer vermuten, dass er schwer krank gewesen war, denn er schrieb: „Ich war schon gefangen in den Fesseln des Todes“ (V. 3). Aber dennoch dankte er Gott für seine Bewahrung und Barmherzigkeit, als er „in großer Gefahr war“ (V. 5-6).

Wenn wir am Boden zerstört sind, fällt es uns vielleicht schwer, den Blick nach oben zu richten. Sobald wir es dann aber doch tun, sehen wir, dass Gott uns viele gute Dinge in unserem Leben gegeben hat – große und kleine – und wir können lernen ihm dafür zu danken.

Es gibt immer etwas, wofür man Gott dankbar sein kann.

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