Fremde heißen Fremde willkommen

Lies: 3.Mose 19,1-9; 3.Mose 19,33-34

Unterdrückt die Fremden nicht, die bei euch leben, sondern behandelt sie wie euresgleichen. Liebt sie wie euch selbst, denn auch ihr seid Fremde in Ägypten gewesen! (V.33-34)

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Als meine Familie in ein anderes Land zog, wussten wir nicht gleich, wo wir leben oder arbeiten würden. Eine Gemeinde vor Ort half uns, ein Zuhause zu finden: ein Haus zur Miete mit vielen Schlafzimmern. Wir wohnten in ein paar der Zimmer und vermieteten die anderen an internationale Studenten. In den folgenden drei Jahren waren wir Fremde, die Fremde willkommen hießen: Wir teilten unser Zuhause und unsere Mahlzeiten mit Menschen aus der ganzen Welt. Jeden Freitagabend begrü

ßten wir und unser Hausbewohner in unserem Zuhause auch Dutzende andere zu einem Bibelkreis.

Gottes Volk wusste, was es heißt, weit weg von zu Hause zu sein. Mehrere Hundert Jahre lang waren die Israeliten Fremde – und Sklaven – in Ägypten. In 3. Mose 19 erinnert Gott sein Volk neben Anweisungen wie „achte Vater und Mutter“ und „du sollst nicht stehlen“ (V. 3.11) daran, sich um die Fremden zu kümmern, denn sie wussten, wie es sich anfühlte fremd zu sein und Angst zu haben.

Heutzutage erleben wir, wie es ist, auf dieser Erde „Fremde“ zu sein (1. Petrus 2,11). Unsere Beziehung zu Jesus macht uns in dieser Welt zu Außenseitern. Weil wir wissen, wie es sich anfühlt ‚draußen‘ zu sein, sollten wir umso mehr bereit sein, in unserem Leben Platz für andere zu machen. Wir sind Fremde, die andere Fremde in Gottes Familie willkommen heißen. Der Empfang, den meine Familie in dem neuen Land erlebte, bedeutete, dass wir andere willkommen heißen konnten – genau das ist es, was ein Teil von Gottes Familie zu sein, ausmacht (Römer 12,13).

So kannst du beten:

Gott, danke, dass du uns in deine Familie aufgenommen hast. Schenke uns die richtige Einstellung und die Gelegenheit, andere willkommen zu heißen.

Um wen können wir uns heute kümmern?

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