Aggressionsbewältigung

Lies: Epheser 4,15.26-32

Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt (V. 26).

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Als ich mich mit einer Freundin unterhielt, erzählte sie mir, dass sie von jemandem in ihrer Familie die Nase gestrichen voll hatte. Aber sie wollte ihn nicht darauf ansprechen, dass er sich immer wieder über sie lustig machte. Als sie dann schließlich doch versuchte mit ihm zu reden, reagierte er spöttisch. Vor lauter Wut auf ihn verlor sie deshalb die Beherrschung. Sie wurden beide so wütend aufeinander und das Problem wurde am Ende nur noch schlimmer.

Ich verstehe ihre Situation. Ich gehe mit Wut genauso um. Ich finde es auch schwierig, mit Leuten zu reden, wenn sie mich verletzt haben. Wenn ein Freund etwas Gemeines sagt, lasse ich mir meine Gefühle nicht anmerken. Wenn andere Menschen unschöne Dinge sagen, vergrabe ich diese Bemerkungen und ziehe meinen Kopf ein. Aber nach einer Weile kann ich nicht anders und fahre aus der Haut.

Vielleicht sagt Paulus deshalb in Epheser 4,26: „Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.“ Wenn wir unsere Konflikte zeitlich begrenzen, wird unsere Wut im Schach gehalten. Anstatt dass wir heimlich, still und leise bitter werden, wenn uns jemand verletzt hat, können wir Gott um Hilfe bitten, „die Wahrheit in Liebe [zu sagen]“. (Epheser 4,15)

Hast Du ein Problem mit jemandem? Anstatt es für dich zu behalten, solltest du  es zuerst vor Gott bringen. Er wird uns in  unserer Wut helfen, sodass wir den Menschen, die uns verletzt haben, Liebe und Vergebung entgegenbringen können.

So kannst du beten:

Vater bitte bewahre uns vor unkontrollierter Wut. Mögen unsere Worte Dich erfreuen und anderen gegenüber Liebe ausdrücken.

Lösch das Feuer der Wut bevor es zu einem unkontrollierten Großbrand wird.

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