Fangen und freilassen

Lies: Hebräer 8,7-13

Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden (V. 12).

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In der Nähe, wo ich wohne, gibt es ein paar Fischteiche. Dort kann jeder, der einen Angelschein hat, hinkommen und so lange fischen, wie er will. Es gibt nur eine Regel: „Fangen und Freilassen“. Das heißt, dass alle Fische, die gefangen werden, wieder in den Teich zurückgebracht werden müssen, niemand darf den Fisch mit nach Hause nehmen.

Diese Teiche erinnern mich an eine Predigt, die ich einmal gehört habe. Da hieß es, dass Gott all unser Fehlverhalten in ein Meer der Vergesslichkeit wirft und dann ein „Fischen verboten!“-Schild aufstellt, um uns daran zu hindern, es immer wieder aufleben zu lassen. Gott kennt die Dinge, die wir falsch gemacht haben (Hebräer 8,8). Doch er sagt, dass er „nicht mehr an [unsere] Sünden [denken]“ wird (V. 12). Unser allwissender Vater im Himmel mag unsere Fehler zwar nicht auf dieselbe Art und Weise vergessen, wie unser menschlicher Verstand Vergesslichkeit versteht. Dafür bereinigt der Tod seines Sohnes Jesus am Kreuz unser Fehlerverzeichnis vollständig, damit es uns nicht länger zur Last gelegt werden kann.

Im Gegensatz zu den Teichen in meiner Nähe, werden wir nicht eingeladen, in Gottes Teichen unseres vergebenen Unrechts zu fischen. Er warnt uns davor, hält uns aber nicht davon ab, wenn wir auf Dinge, die wir falsch gemacht haben, unbedingt immer wieder zurückkommen wollen (Jesaja 43,18). Obwohl wir es gar nicht müssen, fischen wir trotzdem manchmal nach unseren alten Schuldgefühlen. Wenn wir eins „fangen“, dürfen wir es schnell wieder zurück ins Wasser der Vergebung werfen und darauf vertrauen, dass Gott es uns nicht mehr anrechnet.

Wofür ich dankbar bin:

Herr Jesus, danke, dass du dein Leben für mich geopfert hast, damit ich Vergebung bekomme. Es tut mir leid, für die Zeiten, in denen ich meine alten Fehler wieder ausgegraben habe. Bitte hilf mir, in deiner Liebe voran zu gehen.

Gottes Vergebung hält für immer.

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