Wanderstiefel und Schlupflöcher

Lies: Matthäus 15,1-20

Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken … Durch sie wird der Mensch unrein (V.19-20).

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Auf einem Schulausflug erkannte der Lehrer eine seiner Schülerinnen kaum wieder. In der Schule waren durch ihre langen Hosenbeine ihre Schuhe mit hohen Absätzen nicht zu sehen. Aber in ihren Wanderstiefeln war sie kleiner als 1,52 m. „Meine Absätze sind so, wie ich sein will“, lachte sie, „aber meine Wanderstiefel sind so, wie ich wirklich bin.“

Glücklicherweise entscheidet nicht unser Aussehen oder unsere Größe darüber, wer wir wirklich sind. Es kommt auf unser Inneres an. Jesus fand deutliche Worte für Menschen, deren einzige Sorge es war, wie sie auf andere Leute wirkten – wie zum Beispiel die superreligiösen „Pharisäer und Schriftgelehrten“ (Matthäus 15,1). Sie wollten von Jesus wissen, warum seine Freunde sich vor dem Essen nicht die Hände wuschen, wie ihre eigenen Regeln eigentlich verlangten (V.2). Jesus fragte: „Und weshalb brecht ihr mit euren Vorschriften die Gebote Gottes?“ (V.3). Dann wies er sie darauf hin, wie sie ihre eigenen Regeln erfunden hatten, nur damit sie Gottes Gesetz nicht vollständig befolgen mussten (V.4-6), aber dennoch vor allen anderen gut dastehen würden.

Wenn wir uns nur darum kümmern, wie wir aussehen oder was andere von uns denken, werden wir nicht sonderlich darauf achten, Gott zu folgen und auf seinen Wegen zu gehen. Jesus sagte, dass „aus dem Herzen böse Gedanken wie Mord, Ehebruch, sexuelle Unmoral“ und dergleichen kommen (Matthäus 15,19). Nur Gott kann uns durch das perfekte Leben Jesu von innen rein machen, sodass wir für ihn leben können.

Denk darüber nach:

Inwiefern stehen die Dinge, die andere über dich sagen, deiner Beziehung zu Gott im Weg? Was kannst du tun, damit du dir weniger Sorgen darüber machst, was andere sagen, und dir mehr Zeit nimmst darüber nachzudenken, was Gott sagt?

Wenn wir andere beeindrucken wollen, ist es unwahrscheinlich, dass wir Gott beeindrucken werden.

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