Unerwartet

Lies: Apostelgeschichte 9,1-19

Er hat in einer Vision einen Mann gesehen, der Hananias heißt. Dieser kam zu ihm und legte ihm die Hände auf, damit er wieder sehen kann. (V.12)

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Es war früh am Samstagmorgen und ich wollte zu meiner Arbeit bei der Bowlingbahn gehen. Am Abend vorher war ich länger geblieben, um noch den Boden zu wischen, weil die Putzkraft sich krankgemeldet hatte. Ich hatte mir nicht die Mühe gemacht es meinem Chef zu sagen. „Was könnte denn schon schiefgehen?“, dachte ich mir.

Ganz schön viel, wie sich herausstellte. Der Boden stand komplett unter Wasser, Bowlingkegel, Klopapierrollen und anders Zeug schwammen herum. Während ich den Boden geputzt hatte, musste ich wohl den Wasserhahn über Nacht angelassen haben. Kaum zu glauben, aber mein Chef begegnete mir mit einem breiten Grinsen – „für dein Bemühen“, meinte er.

Saulus war auf dem Weg, um Christen zu überfallen und ins Gefängnis zu werfen (V. 1-2), als er Jesus persönlich begegnete (V. 3-4). Jesus stellte sich Saulus (der bald darauf den neuen Namen Paulus bekam) in den Weg. Durch diese Begegnung wurde Saulus/Paulus blind und brauchte einen Christen – Hananias, der ihm in einer Aktion aus Mut und Güte sein Sehvermögen wieder zurückgeben würde (V. 17). Sowohl Saulus, als auch ich, haben ganz unerwartet Güte und Liebe erfahren.

Die meisten Leute wissen, dass sie verkorkst sind. Statt einer Standpauke brauchen sie Verständnis. Wenn wir unsere Freunde nur niedermachen, wenn sie Mist gebaut haben, blockieren wir ihre Sicht auf Jesus. So wie Hananias, oder auch mein Chef, müssen wir ein Beispiel für Jesu Liebe und offene Arme sein, ganz besonders dann, wenn Mitmenschen auf Abwege geraten sind.

Unsere Freundlichkeit kann unseren Freunden helfen, Jesus zu finden.

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