Gnade missbrauchen?

Lies: Römer 6,1-14

Achtet darauf, dass euer vergänglicher Körper nicht von der Sünde beherrscht wird (V. 12).

Lesen

In Römer 5,20 sagt Paulus: „Doch als das Ausmaß der Sünde unter den Menschen immer größer wurde, ist Gottes wunderbare Gnade noch grenzenloser geworden“ (NLB). Das ist eine wunderbare Wahrheit, die besagt, dass egal wie groß oder schlimm unsere Sünden sind, Gottes Gnade und Liebe noch größer sind. In Jesus wird er uns immer vergeben.

Doch der biblische Autor Judas warnt davor, dass es möglich ist „[Gottes] Gnade als Freibrief für ihr ausschweifendes Leben [zu missbrauchen]“ (Judas 4). Warum sich überhaupt die Mühe machen, anständig zu leben, wenn man weiß, dass einem vergeben wird?

In Römer 6 spricht Paulus über diese gefährliche Einstellung, die wir haben können. „Sollen wir etwa weiter sündigen, damit Gott Gelegenheit hat, uns seine Gnade in ihrer ganzen Größe zu zeigen?“ Er gibt eine knappe und brisante Antwort: „Natürlich nicht!“ (V. 1-2). Dann benutzt er dieses eindrucksvolle Bild von Leben und Tod um seinen Standpunkt darzulegen: „Als Christen sind wir für die Sünde tot. Wie könnten wir da noch länger mit ihr leben?“ (V. 2). Niemand von uns, dem ein neues Leben mit Jesus geschenkt wurde, sollte wieder in das alte Leben der Sünde zurückkehren wollen.

Das Problem ist, dass die Sünde nach ganz viel Spaß aussehen kann. Paulus verstand das und schrieb: „Ihr seid tot für die Sünde und lebt nun für Gott, der euch durch Jesus Christus das neue Leben gegeben hat. Achtet darauf, dass euer vergänglicher Körper nicht von der Sünde beherrscht wird und ihr seinen Begierden nicht nachgebt“ (V. 11-12).

Unser Fokus muss auf Jesus gerichtet sein; wer er ist und was er alles getan hat. Wenn wir ihn und seine Liebe und Gnade besser kennenlernen, werden wir sie weitergeben und nicht missbrauchen wollen.

Gottes Gnade ist keine Ausrede, um für uns selbst zu leben.

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert