Gott spricht

Lies: Hiob 38,1-11

Willst du weiter mit mir streiten, mich, den Allmächtigen, immer noch tadeln? (Hiob 40,2).

Lesen

Hiob litt. Sehr viel. Er verlor alles (Hiob 1,13-22). Obwohl sein Leid ihn nie daran zweifeln ließ, dass Gott real war, ließ es ihn daran zweifeln, ob er Gott wirklich vertrauen konnte.

Hiob wollte vor allem eines: dass Gott auftaucht und erklärt, was gerade vor sich ging und wieso es passierte. Er wollte Gott selbst begegnen, von Angesicht zu Angesicht. Am Ende bekam Hiob genau das, was er sich wünschte. Gott erschien persönlich (38,1). Gott kam gerade im rechten Augenblick – gerade dann als Hiobs Freund Elihu erklärte, warum Hiob kein Recht habe, einen Besuch von Gott zu erwarten.

Niemand – weder Hiob noch irgendeiner seiner Freunde – war auf das vorbereitet, was Gott zu sagen hatte. Hiob hatte eine lange Liste von Fragen, doch es war Gott und nicht Hiob, der die Fragen stellte. „Tritt mir gegenüber wie ein Mann“, beginnt er, „und gib mir Antwort auf meine Fragen!“ (V. 3). Gott geht nicht auf die fünfunddreißig Kapitel und den Schmerz ein, sondern beginnt mit einem faszinierenden Gedicht über die unglaubliche Welt, die er geschaffen hat.

Gottes Worte zeigen den riesengroßen Unterschied zwischen dem Gott, der die ganze Schöpfung erschaffen hat und einem kleinen Menschen wie Hiob. Als er spricht, beantwortet er direkt Hiobs wichtigste Frage: Hört Gott mir zu? Hiob kann nur sagen: „Ich habe von Dingen geredet, die ich nicht begreife, sie sind zu hoch für mich und übersteigen meinen Verstand“ (42,3).

So kannst du beten:

Vater, wir haben so viele Fragen über das Leben und warum es oft so unfair ist. Aber du hast bewiesen, dass du gut bist. Hilf uns, dir auch mit dem zu vertrauen, was wir nicht verstehen können.

Kein Schmerz oder Problem liegt außerhalb von Gottes Kontrolle.

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