Die Hand reichen

Lies: Lukas 5,12-16

Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn. (V. 13)

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Die Reisenden in einem Zug wurden Zeuge davon, wie eine anfangs kritische Situation ein erstaunliches Ende nahm. Sie beobachteten, wie eine 70 Jahre alte Dame behutsam ihre Hand ausstreckte und sie einem jungen Mann reichte, dessen laute Stimme und besorgniserregende Worte den anderen Reisenden Angst einjagten. Ihre Freundlichkeit beruhigte ihn und mit Tränen in den Augen sank er im Zug zu Boden. Er sagte: „Danke, Großmutter“, stand auf und lief davon. Die Frau gab später zu, dass sie schon Angst gehabt hatte. Aber dann meinte sie: „Ich bin Mutter und er hat einfach Zuwendung von jemandem gebraucht.“ Es wäre für sie zwar sicherer gewesen, Abstand zu halten, doch sie ging das Risiko ein und verschenkte Liebe.

Jesus weiß über diese Art von Herzensgüte Bescheid. Er bekam es nicht mit der Angst zu tun – so wie all die anderen Zuschauer – als ein mit Lepra übersäter Mann auftauchte und ihn um Heilung anflehte. Genauso wenig war Jesus machtlos, ganz im Gegenteil zu den religiösen Führern, die den Kranken nur verurteilt hätten, weil er die Krankheit ins Dorf brachte (3. Mose 13,45-46). Vielmehr streckte Jesus seine Hand jemandem entgegen, der wahrscheinlich schon jahrelang von niemandem mehr angefasst worden war und heilte ihn.

Dieser Mann – und auch wir – können uns glücklich schätzen, dass Jesus kam, um uns das allergrößte Geschenk anzubieten, nämlich die Berührung seiner Hand, die unser Leben verändert.

Denk darüber nach:

Wem kannst du heute mit Jesu Liebe die Hand reichen?

Für Jesus ist niemand unerreichbar.

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